Accenture ist einer der weltweit führenden Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister mit rund 177.000 Mitarbeitern die in 120 Ländern für unsere Kunden tätig sind. Auf unseren Projekten betreuen Sie große nationale und internationale Firmen. Sie helfen, aus unseren Kunden High Performance Unternehmen zu machen. Dafür bilden Sie mit den Besten ein Team, übernehmen Verantwortung, bringen Ihre Persönlichkeit ein.
Willkommen im vierten und letzten Teil meines Berichts über das Schulungs- und Trainingscenter von Accenture. Ich freue mich, wenn ich mit meinen Weblog-Beiträgen zu einem besseren Einblick verhelfen konnte.
Montag, 11. Mai 2009 Es ist Anreisetag. Ich mache mich mit dem Zug auf den Weg zu meinem Projektstandort. Glücklicherweise habe ich nur wenig Verspätung und kann meinen Koffer noch eben im Hotel abgeben. Im Büro angekommen, holt mich mein Projektleiter am Empfang ab und zeigt mir, in welchen Büroräumen wir beim Kunden sitzen. Mein Team besteht aus fünf Kollegen. Beim Jour Fixe werde ich vorgestellt und auf den aktuellen Projektstand gebracht. Zusätzlich lese ich mich noch in weitere Projektdokumentationen ein. Anschließend setzt sich mein Projektleiter noch einmal mit mir persönlich zusammen, und wir besprechen, was von mir erwartet wird, und meine Aufgaben im Projekt. Ich soll einen Kollegen bei einem zweitägigen Training für ein Kundenteam unterstützen. Dabei geht es um das von uns anzupassende SAP-Modul. Das Training wird in ungefähr drei Wochen statt finden. Meine Aufgabe ist es, das Konzept dafür zu erarbeiten.
Dienstag, 12. Mai 2009 Kaum im Büro angekommen, versorgt mich mein Kollege mit weiteren Informationen und Materialien zum Projekt. Es geht um Analysen und Reportings mit SAP Business Warehouse. Ich lese mich tiefer ein. Zwar kenne ich das SAP-Modul bereits, aber die Details sind mir nicht alle bekannt. Nebenbei muss ich auch noch ein paar Verwaltungsaufgaben erledigen. Ich muss mich in den Projektsystemen registrieren und die verschiedene Zugänge beantragen. Der Rest des Tages wird hauptsächlich vom Bau des Konzeptes bestimmt. Dazwischen nehmen sich meine Kollegen immer wieder Zeit, mir mehr über das Projekt zu erzählen und mir auch einige der bisher geleisteten Arbeiten am System zu zeigen.
Mittwoch, 13. Mai 2009 Nach einem Anruf wegen der Terminklärung für das Training stellt sich heraus, dass der Termin vorverlegt werden muss. Das Training findet bereits nächste Woche statt - dafür aber auch in deutlich kürzerer Form. Der Zeitdruck steigt. Nach dem Arbeitstag treffe ich mich noch mit ein paar Kollegen zu einer "Experten-Runde", wo wir im kleinen Kreis interessante Probleme diskutieren. Zwar bin ich noch kein Experte, aber ich kann viel aus den Gesprächen lernen. Obwohl es schon etwas später ist, geht es hinterher noch zur Projektwohnung eines Kollegen. Er hat uns eingeladen, mit seiner Playstation den "Projekt-Singstar" zu ermitteln. Nebenbei hat man Zeit, sich auch mal über andere Themen als die Arbeit auszutauschen.
Donnerstag, 14. Mai 2009 Die Arbeit geht gut voran, das Konzept wächst, und es sieht so aus, als würden wir rechtzeitig bis zum Training damit fertig. Über das interne Accenture-Netzwerk habe ich auch noch weiteres hilfreiches Material erhalten, das ich gut als Quelle nutzen kann. Den ganzen Tag arbeite und feile ich an den Powerpoint-Folien für das Konzept.
Freitag, 15. Mai 2009 Kaum zu glauben, dass die Woche schon vorbei ist. Für mich ist sie wie im Flug vergangen. Ich checke aus und fahre mit meinem Gepäck ins Büro. Dort angekommen, mache ich mich direkt wieder an die Arbeit. Noch heute muss der erste Entwurf des vollständigen Konzepts fertig sein, damit er von der Projektleitung geprüft werden kann. In der nächsten Woche folgt dann noch der Feinschliff. Ich bin bereits sehr gespannt, wie das Training nächste Woche laufen wird. Vorerst freue ich mich aber auf mein Wochenende – und dann auf die Aufgaben und Herausforderungen, die das Projekt wohl noch mit sich bringt.
Vielleicht sehen wir uns ja demnächst bei Accenture!
Willkommen im dritten Teil meines Berichts über das Schulungs- und Trainingscenter von Accenture
Montag, 4. Mai So richtig zu Hause angekommen bin ich noch nicht. Die vielen Eindrücke der beiden Wochen in St. Charles wirken immer noch nach. Am meisten im Gedächtnis geblieben sind mir die Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen und die Interviewtrainings mit dem fiktiven Kunden. Dabei konnte man gut sehen, wie unterschiedlich die einzelnen Kollegen an die Aufgaben herangehen. In meinem Team waren wir vier Personen unterschiedlicher Nationalitäten und wir mussten in einer für uns prinzipiell fremden Sprache kommunizieren. Es war herausfordernd, hat aber auch Spaß gemacht. Ich bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben.
Seit dem Wochenende bin ich nun wieder zurück in Deutschland und habe den Jetlag auch schon ganz gut überwunden. Den Tag habe ich heute damit verbracht, die ersten Online-Trainings zur Nachbereitung der erlernten Techniken in St. Charles zu machen. Dazwischen blieb mir auch noch etwas Zeit, die ganzen Kontaktanfragen der letzten Woche über Facebook zu beantworten.
Dienstag, 5. Mai Auch den heutigen Tag habe ich mit Online-Trainings zur Nachbereitung verbracht. Das ist nicht das Aufregendste, hilft aber, das Gelernte zu festigen und zu vertiefen. Da ich ein ganzes Stück außerhalb von meinem eigentlichen Standort München wohne, entschließe ich mich, die Trainings von zu Hause aus zu machen. Mit dem Laptop und einer Internetverbindung können wir beinahe überall unsere Aufgaben erledigen. Das ist sehr praktisch. Da ich allerdings weiß, dass ich am Donnerstag wegen des Community-Meetings im Büro in München arbeiten werde, habe ich mir schon heute einen Arbeitsplatz für Donnerstag dort reserviert. Außerdem warte ich inzwischen schon etwas gespannt auf den Anruf zu meiner ersten Projektanfrage.
Mittwoch, 6. Mai Heute habe ich endlich den Anruf mit der Aussicht auf ein Projekt ab kommendem Montag erhalten. Ich kann schon mal vorsichtig anfangen, meine Koffer zu packen und mich auf die Arbeit beim Kunden zu freuen. Ganz sicher ist es allerdings noch nicht. Ich bin erst einmal "vorgemerkt" und bekomme am Donnerstag endgültig Bescheid. Bei meinem Kunden handelt es sich um ein Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Da ich in diesem Bereich auch meine Diplomarbeit geschrieben habe, fühle ich mich ein wenig zu Hause.
Donnerstag, 7. Mai Heute Abend beginnt mein erstes Community-Meeting in München. Beim diesem Treffen kommen alle Accenture-Mitarbeiter aus der Growth Platform System Integration and Technology mit Standort München zusammen. Ich mache mich schon morgens auf den Weg dorthin, um noch etwas von der Büroatmosphäre mitzubekommen. Das Büro befindet sich auf der Maximilianstraße und ist mit Großraumarbeitsplätzen und Konferenzräumen sehr schön. Dort angekommen, erhalte ich die endgültige Zusage für das Projekt. Ich freue mich. Am Montag geht es für mich los, und ich buche gleich die Bahntickets und das Hotel.
Mittag im Hofbräuhaus In der Mittagspause treffe ich mich mit ein paar anderen Analysts aus dem Münchner Büro. Wir gehen zum Mittagessen ins Hofbräuhaus. Bei strahlendem Sonnenschein im Biergarten geht die Pause natürlich viel zu schnell vorbei. Den Rest des Tages mache ich die letzten Online-Trainings und lese mich in den Leitfaden des neuen Projekts ein.
Auf ins Hotel Nach Ende der Arbeitszeit mache ich mich auf zum Hotel. Hier habe ich nur kurz Zeit, um zu verschnaufen und mich umzuziehen. Der Start des Community-Meetings findet in einem Club am Viktualienmarkt statt. In entspannter Atmosphäre treffe ich auf meinen Counselor, der mich bei Karrierefragen unterstützt, und auf meinen Mentor, der mir bei allen anderen Fragen im ersten Jahr zur Seite steht. Wegen der vielen Trainings hatte ich bisher noch keine Gelegenheit, sie persönlich zu treffen. Natürlich sind auch noch andere Kollegen dort. Neben bekannten Gesichtern treffe ich daher auch auf neue Leute. Es ist ein schöner und entspannter Abend. Irgendwann ist dann für mich aber Schluss. Schließlich erwarten mich morgen, beim Hauptteil des Treffens, eine Reihe von Vorträgen.
Freitag, 8. Mai Heute ist der Hauptteil der Veranstaltung. Das Motto unseres Community-Meetings sind die interkulturellen Unterschiede und Ihre Herausforderungen in der Zusammenarbeit. Dazu sind auch hochkarätige Redner anwesend. Tönnies von Donop, einer der Geschäftsführer von Accenture Deutschland, gibt einen Überblick über die aktuelle Geschäftslage bei der schwierigen Konjunktur. Außerdem erfahre ich in weiteren Vorträgen etwas über Risiken bei der Projektdurchführung sowie mehr zum Hauptthema interkulturelle Zusammenarbeit.
Die Rolle der Kulturen Um die Rolle der Kulturen greifbarer zu machen, führen wir nach der Mittagspause ein Kultursimulationsspiel durch. Hierfür werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und bekommen unterschiedliche Instruktionen zu Kommunikation, Verhalten und Orientierung in unserer Kultur. Nachdem wir uns eine Weile mit den Gepflogenheiten beschäftigt haben, treffen wir auf die andere Kultur. Man fühlt sich fremd, da einem die Bräuche und Umgangsformen unbekannt sind und man merkt schnell, dass man Einiges falsch machen kann. Zum Abschluss fassen wir unsere Beobachtungen zusammen und vergleichen sie mit den tatsächlichen Regeln. Wir haben offensichtlich einiges richtig, aber auch vieles falsch verstanden - wie es eben bei der Zusammenarbeit mit anderen realen Kulturen vorkommen kann.
Nachdem wir unsere Fehler und Lösungsansätze für das Verständnis anderer Kulturen diskutiert haben, geht es an die letzten Vorträge des Tages. Danach müssen wir uns schon verabschieden. Zusammen mit den anderen Kollegen mache ich mich auf ins Wochenende und bin gespannt auf meinen Projekteinsatz ab nächster Woche.
In den nächsten Tagen schreibe ich meinen vierten und letzten Teil des Weblogs! Bis dahin, euch eine schöne Zeit.
Willkommen im zweiten Teil meines Berichts über das Schulungs- und Trainingscenter von Accenture in St. Charles, rund 30 km von Chicago entfernt.
Freitag, 24. April 2009 Unser Schulungsprojekt geht mit großen Schritten voran. Wir steigen noch tiefer in die Anforderungsanalyse ein. Auch heute steht wieder ein Interview auf dem Plan. Unsere Berater, die den Kunden spielen, machen uns die Aufgabe nicht leicht. Sie beginnen immer wieder Diskussionen und wollen Punkte ändern. Da heißt es, im richtigen Moment die Initiative zu ergreifen und zurück zum Thema zu führen. Am Ende gelingt es uns dann aber doch, die kritischen Punkte anzusprechen und zu lösen.
Montag, 27. April 2009 Die Woche beginnt etwas ruhiger. Die meisten Teilnehmer haben wie ich das Wochenende in Chicago verbracht. Aber die Motivation steigt stetig. So bearbeiten wir heute die letzten Lücken im Projekt und schließen es ab. Die Gruppen werden nun neu aufgeteilt, ich arbeite mit Kollegen aus der Growth Plattform System Integration and Technology zusammen. Dies ist auch mein Bereich. Ab morgen erhalten wir in diesen Gruppen weitere Trainings.
Dienstag, 28. April 2009 Der Dienstag gehört voll und ganz dem Testansatz von Accenture. Abgesehen davon müssen wir uns in unseren neuen Gruppen mit neuen Teammitgliedern auseinandersetzen. Es dauert natürlich etwas, bis jeder die richtige Rolle hat, aber mit der Zeit klappt es ganz gut. Der letzte Tagesordnungspunkt ist ein Vortrag zu Designrichtlinien.
Mittwoch, 29. April 2009 Wir beschäftigen uns wieder im Plenum mit Aspekten der Teamarbeit, wie zum Beispiel interkultureller Zusammenarbeit oder Arbeit an verteilten Standorten. Anschließend geht es um das Thema Phasenübergang im Projekt, und am Ende wird noch einmal alles getestet. Zudem hat jeder von uns die Möglichkeit, sich mit einem der Berater über Karriere, Entwicklungsmöglichkeiten und Trainings zu unterhalten. Hier habe ich wirklich ein paar gute Tipps zu SAP-Fortbildungen bekommen. Da wir heute etwas früher fertig sind, geht es mit ein paar Kollegen noch zu einem Ausflug in die Shopping Mall in der Nähe.
Donnerstag, 30. April 2009 Heute ist der vorletzte Tag. Am Morgen geht es um Präsentationstechniken. In der zweiten Hälfte des Tages werden wir wieder in unsere ursprünglichen Gruppen aufgeteilt. Es ist fast wie ein kleines Familientreffen. Wir erhalten Zeit, um eine Abschlusspräsentation von unserem Kundenprojekt vorzubereiten. Heute Abend ist Celebration Dinner. Alle Neueinsteiger kommen ein letztes Mal zum Essen zusammen, und es ist ein lustiger und unterhaltsamer Abend.
Ein österreichischer Kollege zeigt in einem kleinen Rollenspiel, wie sich Arnold Schwarzenegger beim Bewerbungsgespräch angestellt hätte. Er kam mit Lederjacke und Sonnenbrille und nach vorn geschobener Brust auf die Bühne und hat sich mit österreichisch-englischem Akzent auf die Stelle des CEO beworben. Die Dame, die den HR-Part gespielt hat, wurde regelmäßig mit dem Kommentar "Hey, HR-lady, don’t interrupt the terminator" daran gehindert, den Redefluss zu unterbrechen. Das war wirklich ein Lacher. Natürlich ist um 21 Uhr noch nicht Schluss. Jetzt geht es in die Cadillac Ranch. Hier wird dann der letzte Abend gebührend gefeiert.
Freitag, 1. Mai 2009 Den Gesichtern sieht man an, dass die Party ein voller Erfolg war. Nach einer weiteren Stunde Vorbereitung halten wir die Abschlusspräsentation zu unserem Kundenprojekt. Dann ist die Schulung auch schon vorbei. Unsere Berater verabschieden sich, und es werden noch mal alle Kontaktdaten ausgetauscht, Fotos gebrannt und so weiter. Es waren zwei anstrengende, aber auch sehr spaßige Wochen. Ich fühle mich jetzt gut vorbereitet und freue mich auf mein erstes Projekt. Sicherlich werde ich einige meiner neu gewonnen Kontakte wiedersehen. Die ersten Urlaubsbesuche sind schon geplant, und ein paar Kollegen sehe ich schon beim nächsten Community-Meeting wieder. Ich mache mich jetzt auf zum Flughafen und ich hoffe, dass alles gut geht.
In den nächsten Tagen schreibe ich meinen dritten Teil des Weblogs! Bis dahin, euch eine schöne Zeit.
Guten Tag! Mein Name ist Peter Geßler. Ich arbeite seit April 2009 bei Accenture im Bereich SI&T (Systemintegration & Technologie), dort im Fachumgeld SAP/Enterprise-Lösungen. Im ersten Teil des Tagebuchs berichte ich vom Schulungs- und Trainingscenter in St. Charles in den USA. Dort sind alle anderen Neueinsteiger und ich von CEO Bill Green begrüßt worden. Eine tolle Erfahrung!
Sonntag, 19. April 2009 Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel in Deutschland muss ich meine Zeit leider in Zug und Flieger verbringen. Aber das Ziel lohnt sich: St. Charles bei Chicago. Nach einem ereignislosen Flug komme ich, leider bei strömendem Regen, in Chicago an. Zusammen mit zehn anderen Kollegen von Accenture machen wir uns auf den Weg zum Schulungszentrum in St. Charles etwas außerhalb - wo wir am frühen Abend ankommen. Jetzt heißt es wach bleiben.
Montag, 20. April 2009 Heute wird es ernst. Mehr oder minder ausgeschlafen mache ich mich auf den Weg zum Plenum. Dort begrüßt der Schulungs- leiter alle Neueinsteiger, und per Video sehen wir die Botschaft von Bill Green, unserem Chairman & CEO. Nach der Begrüßung teilen wir uns auf in Gruppen zu etwa 25 Teilnehmern, jede Gruppe wird von drei erfahrenen Beratern betreut. Unsere drei kommen aus Amsterdam, Frankfurt und Chicago.
Diese Woche werde ich die meisten Aufgaben mit Teamkollegen aus den verschiedensten Nationen bearbeiten. Die erste Aufgabe fördert neben dem Teamgeist auch das Gedächtnis. Innerhalb einer vorgegebenen Zeit müssen wir ein Modell nach einer Vorlage erstellen. Die Vorlage durften wir uns dafür nur kurz anschauen. Im zweiten Schritt werden die Einzel- komponenten zu einem Gesamtwerk zusammengefasst. Hierbei dürfen uns die Berater Anweisungen und Tipps geben. Nach dieser ersten Teamaufgabe leiten unsere Berater über in die Projektmethodik von Accenture. Den Tag beschließen wir im Club House auf dem Trainingsgelände, wo einige der Kollegen ihre Karaoke-Künste unter Beweis stellen.
Dienstag, 21. April 2009 Obwohl wir alle echt müde sind, schaffen es die Berater, uns zu motivieren. Dazu ist auch die eine oder andere Portion Koffein nötig. Schließlich können wir durchstarten und mehr über die Arbeit mit Kunden und über Kundengespräche erfahren. Heute bekommen wir unseren ersten fiktiven Kunden. Auf seinem Projekt werden wir die erlernten Fähigkeiten praktisch anwenden.
Als Höhepunkt führen wir gegen Ende des Tages selbst ein simuliertes Kundengespräch mit einem der Berater durch. Damit wir uns besser kennenlernen, gibt es am Abend ein Networking-Event. Hier kommen alle Accenture-Mitarbeiter zusammen, die sich gerade zur Ausbildung in Chicago befinden. So können die bisher geknüpften Kontakte vertieft und neue aufgebaut werden.
Mittwoch, 22. April 2009 Das Design von Geschäftsprozessen steht auf der Tagesordnung. Nach einer kurzen theoretischen Einweisung müssen wir uns selbst ans Werk machen. Wir analysieren Kundendokumente und definieren Geschäftsprozesse. Die verschiedenen Varianten und auch Probleme werden im Plenum durchgesprochen, damit die ganze Gruppe von den Erfahrungen der anderen lernen kann. Meine persönliche Leistungsfähigkeit ist heute etwas niedrig. Zwar hat mir der Jetlag bis jetzt nichts ausgemacht, aber dank der amerikanischen Klimaanlagen habe ich mir eine Erkältung eingefangen.
Donnerstag, 23. April 2009 Nachdem die Geschäftsprozesse stehen, gehen wir über zur Anforderungsanalyse. Im Plenum wird mittels eines Vortrags und eines Rollenspiels verdeutlicht, wie wichtig die korrekte Anforderungsanalyse ist, um an die für uns relevanten Informationen unseres Kunden zu kommen. Diesmal haben wir länger Zeit, das Kundengespräch vorzubereiten, und das Ergebnis wird aufgezeichnet. Wir sind zufrieden. Wir haben viele Informationen erhalten, und aus den Fehlern, die wir gemacht haben, können wir lernen. Der Tag schließt mit noch etwas mehr Theorie zum Thema ab. Wir haben beschlossen, das Wochenende in Chicago zu verbringen und deshalb ein Hotelzimmer Downtown gebucht.
In den nächsten Tagen schreibe ich meinen zweiten Teil des Weblogs! Bis dahin, schöne Zeit.
Heute schreibe ich den zweiten Teil meines Weblogs. Ich möchte über das erste Training - das sogenannte "Core Analyst School" - in St. Charles berichten.
- St Charles - Meine Erwartung, nach dem Einstieg bei Accenture, schnell auf ein Projekt zu kommen und produktiv zu arbeiten wurde auch nach zweieinhalb Wochen Schulung in Frankfurt noch nicht erfüllt. Es standen noch zwei Wochen Core Analyst School in St. Charles bei Chicago vor uns.
Inhaltlich lernten wir in den zwei Wochen viel über das Entwicklungsmodell bei Accenture. Wir durchschritten die wesentlichen Phasen eines Projektes. Naturgemäß wurde viel Wert auf die Analyse-Design- und Testphase gelegt und weniger auf Implementierung und Rollout. Der für mich spannendste Teil war allerdings, zu sehen, wie Kollegen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Hintergründen effizient zusammen arbeiten können, wenn sie eine einheitliche Methode verwenden.
Auch hier haben mich die angenehme Atmosphäre und der lockere Austausch im internationalen Umfeld sehr begeistert. Ich war in einem Team mit Kolleginnen und Kollegen aus Argentinien, Finnland, Schweden, Schweiz und Deutschland, zu denen ich auch heute noch per Email Kontakt halte. Auch die gemeinsam verbrachte Freizeit half das Core Value „One Global Network“ besser zu begreifen und auszuleben. Wir schauten uns ein Basketballspiel der Chicago Bulls an und verbrachten das Wochenende mit Sightseeing in Chicago.
Mit zu den wichtigsten Aufgaben, die man in St. Charles hat, gehört das Networking. Es gilt die Chance zu nutzen, viele Kollegen aus unterschiedlichen Ländern und Bereichen kennen zu lernen und sich sein persönliches Netzwerk aufzubauen. Wir hatten die Gelegenheit an einem ganz besonderen Networking Event teilzunehmen, da zur selben Zeit eine recht große Senior Executive School stattfand. Auch wenn ich bezweifeln würde, dass die dort geknüpften Kontakte einen direkten Einfluss auf meine Karriere bei Accenture haben werden, bot sich so die Möglichkeit von Leuten, die seit Jahren erfolgreich bei Accenture sind, Erfahrungen, Tipps und Einblicke in Interna mitzunehmen.
Alles in allem blicke ich auf diese zwei Wochen als eine sehr spannende Zeit zurück.
Ich melde mich nächste Woche mit dem dritten Teil. Dann steht mein erstes Projekt im Mittelpunkt meines Weblogs.
Erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich lange nichts mehr geschrieben habe. Aber auf einmal kam das erste Projekt und da hatte ich wenig Zeit und hab das irgendwie auch vergessen. Naja, jetzt geht’s endlich weiter.
Wie ich schon in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt hatte, hier nun mein Bericht über die Schulung in St. Charles:
St. Charles ist ein Ort ca. 50 Km östlich von Chicago. Dort befindet sich eines der weltweiten Schulungszentren von Accenture. Das so genannte QCenter. Es gehört nicht direkt Accenture, wird aber zu einem großen Teil vom Unternehmen genutzt. Wer nähere Informationen darüber sucht wird unter www.qcenter.com fündig. Dort fand meine Core Analyst School statt. Diese soll einem das Rüstzeug für Implementierungsprojekte nach Packaged Developement geben. Dies sind Projekte bei denen die neu einzuführende Software nicht von Grund auf neu von Accenture entwickelt wird, sondern bei denen eine Drittsoftware, bspw. ein SAP System, angepasst wird. Dies ist auch der größte Unterschied zu den SDF, die sich mit Custom Development, also mit der Entwicklung von Grund auf befassen. Aber einiges ist doch ähnlich und so spielen auch diesmal wieder die bereits im vorherigen Beitrag erwähnten ADMs eine große Rolle. Die Core Analyst School sollten alle Analysts, also alle Mitarbeiter auf der untersten Karrierestufe durchlaufen. Dabei variiert es je nach Region wann die Mitarbeiter zur CAS geschickt werden. Wir waren eigentlich die einzigen die direkt am Anfang nach St. Charles durften. Andere waren schon länger, teilweise über ein Jahr, bei Accenture bevor es für sie nach St. Charles ging.
Neben dem eigentlichen Inhalt, ein fiktives Projekt von Anfang bis Ende zu durchlaufen, gab es auch sehr interessante Teambuilding Events. So begann es schon am ersten Tag mit einer ersten Session. Dabei mussten wir in den eingeteilten Teams zuerst ein Gebilde aus Lego nachbauen. Die Schwierigkeit dabei war, dass immer nur eine Person aus der Gruppe das Gebilde ansehen durfte und sich auch keine Notizen machen durfte. Danach mussten wir einen Turm aus Karteilkarten und Kreppband bauen der am Ende einen ca. 1,5 Kg schweren Ziegel 10 Sekunden tragen musste. Dabei galt es auch auf den Verbrauch von Material zu achten, da der günstigste Turm, der die Aufgabe bestand, gewann. Danach ging es bis Freitagnachmittag mit dem normalen Programm weiter. Dann gab es wieder eine solche Session. Diese war wesentlich länger und es gab auch mehr Aufgaben, unter anderem aus Plastikrohren und Verbindungsstücken eine „Raumstation“ ohne Öffnungen zu bauen. Die gesamte Session war dabei sehr spaßig. Aber auch während der „normale“ Inhalt vermittelt wurde gab es immer wieder Auflockerungen. Die meisten waren jedoch nicht wirklich spaßig aber glücklicherweise wurden wir bereits während der SDF darauf vorbereitet.
Der eigentliche Inhalt war mal wieder nicht so spannend. Zum einen, da ich als Informatiker viele Konzepte schon kannte, vor allem diejenigen, die sich an UML anlehnten. Zum anderen kommt man auf viele Sachen auch mit gesundem Menschenverstand. Aber die Core Analyst School bot wieder viele Möglichkeiten. Es gab wieder reichlich Gelegenheiten zum Netzwerken und die Schulungsleiter konnten von ihren Erfahrungen bei Accenture berichten. Bei den Networking-Events zeigte sich dann aber doch die Zweiklassengesellschaft. In der ersten Woche hatten wir abends einen Event nur mit unseren Leuten. Das war dann doch sehr einfach: Ein paar Tische, 2 Getränkemärkchen für alkoholische Getränke und das war’s dann auch schon. Die Woche drauf war dann ein übergreifender Networking Event, an dem auch eine Core Senior Executive School teilnahm. Und auf einmal gab es einige Sofas und andere bequeme Sitzgelegenheiten, eine super Deko, Häppchen und so viel zu trinken wie man mochte. Naja, seitdem wir eine AG sind muss halt auf den Shareholder Value geachtet werden.
Natürlich gibt es auch neben dem Training eine Menge zu berichten. Ich fange einfach mal mit dem Wetter an. Das war bis auf 2 Tage wirklich arschkalt. An einem Abend war es unter minus 20 Grad. Aber eigentlich war es genau so wie man sich einen schönen Winter vorstellt. Es lagen die ganze Zeit gut 20 cm Schnee und tagsüber hat meistens die Sonne geschienen. Aber windig war es, vor allem an dem Wochenende wo wir nach Chicago sind. Das kalte Wetter und die in Amerika so beliebten Klimaanlagen mit ihrer trockenen Luft sorgten auch dafür, dass nach und nach alle mehr oder weniger krank wurden. Die trockenen Schleimhäute haben einfach keine Chance das krankwerden abzuwenden, vor allem wenn man den ganzen Tag auf engstem Raum mit sehr vielen Leuten verbringt. Mich hat es kurz vorm Wochenende leicht erwischt. Montag und Dienstag war es dann leider richtig schlimm, so dass ich den ganzen Dienstag im Bett verbracht habe.
Aber nun wieder zu erfreulicherem: Chicago. Für Freitagabend hatten einige von uns in Deutschland schon Karten für das Spiel der ChicagoBulls organisiert. War echt klasse. Diese riesige Halle. Dabei waren die Shows in den Pausen eigentlich viel interessanter als das Spiel selbst. Das lag auch daran, dass die Bulls recht bescheiden spielten. Von den sehr erfolgreichen Zeiten mit Michael Jordan und Scotty Pippen ist leider nicht mehr viel übrig. Aber toll war es trotzdem. Nach dem Spiel mussten wir dann jedoch wieder zurück, da es Samstagmorgen direkt weiterging. Ab Samstagnachmittag hatten wir jedoch frei, so dass wir die Gelegenheit nutzen das Wochenende direkt in Chicago zu verbringen. Zum einen um ein paar Sehenswürdigkeiten zu sehen und zum anderen zum Shoppen. Das lohnt sich ja bei dem derzeitigen Dollarkurs allemal. War sehr interessant und mein zweiter leerer Koffer war auf dem Rückweg auch ganz gut gefüllt.
Dann gibt es noch einen Punkt, von dem ich unbedingt noch berichten muss. Die Cadillac Ranch. Bei Accenture kennt die wirklich fast jeder. Dies ist eine Kneipe / Disco in der nähe von St. Charles. Eigentlich fahren da jeden Donnerstag Busse direkt vom QCenter hin. Das hat am ersten Donnerstag auch super funktioniert, nur am zweiten war ein Schneesturm, so dass die Busse ausblieben. Das war aber nicht so schlimm, da man auch an einem Abend in der Cadillac Ranch alles Wichtige gesehen hat und es da auch eher ums trinken und feiern geht. War auf jeden Fall ein spaßiger Abend.
Leider gingen die zwei Wochen viel zu schnell vorbei, so dass wir plötzlich wieder im Flugzeug zurück nach Deutschland saßen. Während wir den Hinflug noch direkt mit Lufthansa geflogen sind, wurde der Rückflug von United Airlines durchgeführt. Und trotz des um Welten besseren Entertainment Programms war der Hinflug mit wesentlich besserem Essen und bequemen Recaro-Sitzen doch besser.
Eigentlich könnte ich jetzt noch Stunden über alles Mögliche erzählen. Aber das Beste ist, man macht sich selber ein Bild, also bewerbt euch fleißig! Dann klappts auch mit St. Charles. Für mich war es eine tolle Erfahrung, vor allem da ich vorher noch nie in den USA war. Und nach mit den SDF insgesamt vier Wochen gemeinsamer Schulung hat man auch viele neue Kontakte knüpfen können.